Afrikanische Schweinepest (ASP) erreicht Deutschland

Beitrag erschienen am: 27.10.2020

Am 10. September wurde der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest bei einem verendeten Wildschwein in Deutschland bestätigt. Gefunden wurde der Kadaver im Spree-Neiße-Kreis in Brandenburg. Zwischenzeitlich wurden weitere Fälle im gleichen Gebiet bestätigt. „Der von uns allen befürchtete Fall, ein Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland, ist nun eingetreten. Wir haben uns in den vergangenen Monaten intensiv auf den möglichen Ernstfall vorbereitet. Es geht vor allem darum, umliegende Schweinebestände konsequent gegenüber Wildschweinen abzusichern. Die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen ist nun wichtiger als je zuvor. Von Seiten des BMEL werden bereits Gespräche geführt, um den Markt zu stabilisieren,“ erklärt Auernhammer, der agrarpolitische Sprecher der CSU im Bundestag.
Auch in Bayern wurde in den vergangenen Monaten alles getan, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein und die Behörden vor Ort bei einem möglichen Seuchenfall unterstützen zu können. Der jetzige Fundort ist von Bayern geografisch weiter entfernt als bereits bekannte Fundorte in Polen. Trotzdem gilt es weiterhin, höchste Vorsicht walten zu lassen, denn mit Stand vom 8.10.2020 ist die Zahl der positiv auf ASP getestetenWildschweine in Deutschland auf 55 Tiere angestiegen. Dabei liegen 53 Fundorte im ersten Kerngebiet. Die anderen Funde liegen im Landkreis Märkisch Oderland innerhalb des zweiten Kerngebiets. Beide gefährdeten Gebiete wurden inzwischen zusammengelegt und umfassen insgesamt eine Fläche von 2.200 km². „Die in den ersten Tagen kritisierten Punkte beim Krisenmanagement sind abgebaut und die Interaktionen zwischen den Krisenstäben sind gut. Derzeit wird mit einem Zaunbau eine sogenannte „weiße Zone“ um das erste Kerngebiet „Sembten/Neuzelle“ eingerichtet,“ so Auernhammer.
Unter Einsatz von Suchhunden, Hubschraubern sowie Wärmebildkameras wird weiterhin mit Nachdruck nach Fallwild gesucht. Zusätzlich wirkt seit vergangener Woche die Bundeswehr unterstützend bei der Suche mit.

Posted in Themen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.