Anlässlich eines agrarpolitischen Fachdialogs lud der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Florian Dorn gemeinsam mit dem agrar- und heimatpolitischen Sprecher der CSU im Bundestag, Artur Auernhammer, in seinen Wahlkreis Memmingen-Unterallgäu ein. Vertreter aus Erzeugerverbänden, landwirtschaftlichen Betrieben sowie Vorstände und Geschäftsführer diskutierten die Zukunftsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft.
Zentrales Thema war der Stillstand bei der Stallbauförderung, denn die ausgeschöpften Mittel verhindern notwendige Investitionen in tierwohlgerechte Ställe. Ohne Planungssicherheit bleiben Modernisierung und Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Höfe jedoch aus. Hier besteht politischer Handlungsbedarf.
Gerade auch vor dem Hintergrund des MERCOSUR-Abkommens wurde die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Agrarerzeugnisse diskutiert. Während deutsche Landwirte unter hohen Umwelt- und Sozialstandards produzieren, gelangen Produkte aus Drittstaaten mit geringeren Auflagen auf den Markt. Ein fairer Wettbewerb setzt jedoch vergleichbare Bedingungen voraus und erfordert klare politische Rahmenbedingungen.
Im Bereich Betriebsführung standen die Düngeverordnung, neue Züchtungsmethoden sowie Anforderungen an Lagerstätten im Mittelpunkt. Gefordert wurden praktikable Regelungen beim Nährstoffmanagement, die Nutzung neuer Züchtungstechnologien zur Klimaanpassung sowie realistische Fristen und Förderung beim Ausbau von Lagerkapazitäten unter Berücksichtigung des Gewässerschutzes.
Eine Betriebsbesichtigung sowie ein offener agrarpolitischer Abend rundeten den Dialog ab. Diskutiert wurden Bürokratieabbau, steigende Betriebskosten, Hofnachfolge und zunehmende Wetterextreme als zentrale Herausforderungen für die Landwirtschaft.


