Agroforstwirtschaft – Revolution oder Altbewährtes?

Am 13. Januar 2021 wurden im Deutschen Bundestag mehrere Anträge zum Thema Agroforstwirtschaft beraten. Unter anderem haben CDU/CSU und SPD einen Antrag vorgelegt, der die Förderung von Agroforstwirtschaft in Deutschland vorsieht. Agroforstwirtschaft ist eine Bewirtschaftungsmethode, bei der Forstwirtschaft, Landwirtschaft und/ oder Viehhaltung auf einer Fläche kombiniert werden. Was in den Tropen fester Bestandteil der Landnutzung ist, geriet bei uns in Vergessenheit. In seiner Rede im Deutschen Bundestag hat Artur Auernhammer MdB über die vielen Vorteile von Agroforstwirtschaft gesprochen: „Die Verbindung von Forst und Landwirtschaft ist ein großer und wichtiger Lösungsansatz zur Bekämpfung der Erderwärmung und des Klimawandels. Das Konzept ist nichts Neues, sondern schon seit Jahrhunderten gibt es Streuobstwiesen, Hutewälder und Hecken in den Feldrainen. Solche Agroforstsysteme sind ein gutes Beispiel, wie man biologische Vielfalt auch in der Fläche leben kann. Es ist ein Beitrag zur Kulturlandschaft, und es hat auch hervorragende Auswirkungen auf die Biodiversität, was das Wild, was die Hasen- und Rebhuhnpopulation anbelangt.“ Der gemeinsame Antrag von CDU/CSU und SPD sieht auch die Möglichkeiten der Förderung dieser Agroforstsysteme im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik in der ersten und zweiten Säule. „Deutschland muss dafür Agroforstsysteme als förderfähige landwirtschaftliche Nutzung anerkennen, eine klare und kontrollfähige Definition vorlegen und Rechtssicherheit für Bäuerinnen und Bauern schaffen“, führte Artur Auernhammer in seiner Rede weiter aus.

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