Die Bundesregierung hat Ende März das Klimaschutzprogramm 2026 (KSP) verabschiedet. Mit 67 Maßnahmen in den Sektoren Energie, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft sollen bis 2030 zusätzlich rund 27 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Zu den Schwerpunkten zählen der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Wärme und Verkehr, die Sicherung des Deutschlandtickets sowie die CO2-Abscheidung in der Industrie. Weitere 23 Maßnahmen stärken natürliche Speicher wie Wälder und Moore.
Das Programm macht Deutschland moderner und unabhängiger von fossilen Importen: Jährlich können so rund sieben Milliarden Kubikmeter Erdgas und vier Milliarden Liter Benzin eingespart werden. Flankiert wird dies durch den Zubau von 2.000 Windkraftanlagen, ein sozial gestaffeltes Förderprogramm für 800.000 Elektroautos und Unterstützung beim industriellen Technologiewechsel.
Damit leistet das KSP 2026 drei zentrale Dinge: Erstens erhält der Klimaschutz neuen Schub hin zur Klimaneutralität, zweitens nimmt eine Klimapolitik Form an, die verbindet und nicht spaltet und damit den Fokus auf Förderung und soziale Gerechtigkeit legt. Drittens: Das Klimaschutzprogramm ist ein Investitionsprogramm und trägt zu einer moderneren und krisenfesten Wirtschaft bei.


