Rund 50 Weinköniginnen und Repräsentantinnen der Weinbaugemeinden an Rhein, Mosel und Lahn besuchten auf Einladung des CDU-Abgeordneten Josef Oster den Deutschen Bundestag. Bei einer gemeinsamen Gesprächsrunde samt Verköstigung ausgewählter Weine aus der Region rund um Koblenz kam auch Artur Auernhammer, der weinbaupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit den Repräsentantinnen ins Gespräch.
Auernhammer dankte den Hoheiten ausdrücklich für ihren Einsatz. „Unsere Weinmajestäten sind wichtige und professionelle Botschafterinnen unserer deutschen Weine, die gerade in der aktuellen Krisensituation wichtig sind“, betonte er. Sie sind das Aushängeschild ihrer Regionen, tragen die Geschichten ihrer Weinberge in die Öffentlichkeit und leisten überwiegend ehrenamtlich einen unverzichtbaren Beitrag für ein traditionsreiches Kulturgut und seine Produzenten.
Zugleich verwies Auernhammer auf die schwierige Lage der Branche. Sinkender Konsum, wachsender Preisdruck und der drohende Verlust wertvoller Rebflächen setzen viele Betriebe massiv unter Druck. Hier will der Abgeordnete politisch gegensteuern. Eine seiner Ideen ist der sogenannte Deutschlanddeckel nach österreichischem Vorbild. Dieser soll ein einheitliches Erkennungsmerkmal sein, das heimischen Wein im Handel sichtbarer machen soll.
„Mit einer Deutschlandfahne auf dem Deckel wäre deutscher Wein endlich sichtbarer und das, ohne dass eine einzige unserer großartigen Regionen an Profil verliert“, so Auernhammer. Die wichtigen und unverkennbaren regionalen Identitäten und schnelle Erkennbarkeit deutscher Weine im Handel sind kein Widerspruch, sondern müssen Hand in Hand gehen. „Diese Idee darf natürlich keine Entschuldigung für weitergehende politische Unterstützung der Branche sein, das ist klar. Aber sie könnte ein Baustein sein, wie wir den Marktanteil der deutschen Weine bei uns im Einzelhandel und in der Gastronomie erhöhen können!“, fasste Auernhammer seine Idee zusammen.


