Artur Auernhammer hat die von der ÖDP angestoßene Initiative für einen Kreisentscheid zur Hörnlein-Kreuzung in Weißenburg deutlich zurückgewiesen. Für ihn steht fest: Ein Stopp in letzter Minute würde nicht nur ein wichtiges Verkehrsprojekt gefährden, sondern auch das Vertrauen in verlässliche staatliche Entscheidungsprozesse.
Die Maßnahme zählt zu den größten Infrastrukturprojekten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Sie ist das Ergebnis von über zehn Jahren Planung, Abstimmung und Genehmigung. Die Finanzierung – überwiegend durch den Bund – war lange nicht gesichert. Zeitweise stand das Vorhaben sogar im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages auf der Kippe und konnte nur durch intensive Gespräche und fachliche Nachweise gerettet werden.
Jetzt, da Planung, Finanzierung und Genehmigungen vorliegen, hält Auernhammer einen nachträglichen Stopp für nicht verantwortbar – weder gegenüber den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern noch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Seit Jahren leiden die Anwohner rund um die Hörnlein-Kreuzung unter massivem Durchgangsverkehr, Staus, Lärm und Abgasen. Die höhenfreie Kreuzung ist aus seiner Sicht notwendig, um den Verkehr zu entzerren, die Sicherheit zu erhöhen und die Region verlässlich anzubinden.
Auernhammer erinnert an frühere, emotional geführte Großprojekte im Landkreis – etwa den Bürgerentscheid zum geplanten Center Parks am Brombachsee – und warnt davor, wichtige Zukunftsentscheidungen erneut zu blockieren. Auch die aktuell diskutierte mögliche Reaktivierung der MUNA Langlau zeige, wie sensibel große Vorhaben wahrgenommen werden.
Kritisch äußert er sich zur Kampagne der ÖDP: Die Verteilung von Flugblättern spiele mit den Ängsten der Menschen und schüre Misstrauen, statt sachlich über Chancen und Notwendigkeiten zu informieren. Die Folgen einer solchen Blockadepolitik seien gravierend: Bleiben Investitionen aus, entstehe keine neue Wirtschaftskraft – und ohne Steuereinnahmen werde auch künftig weniger investiert. Das gefährde Arbeitsplätze, Infrastruktur und Lebensqualität.
Zudem warnt Auernhammer vor einem Dominoeffekt: Sollte ein vollständig vorbereitetes Projekt aus parteipolitischen Gründen gestoppt werden, sende das ein verheerendes Signal – auch für dringend benötigte Umgehungen in Dietfurt und Rothenstein. Verkehrsprojekte in der gesamten Region könnten auf Jahrzehnte blockiert werden, während der Bund andernorts investiert.
Sein Fazit: Bürgerbeteiligung ist wichtig – sie darf jedoch nicht dazu missbraucht werden, jahrelang getroffene demokratische Entscheidungen im Nachhinein zu torpedieren. Jetzt ist nicht die Zeit für Stillstand, sondern für Umsetzung!


