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Artur Auernhammer spricht zur Tierhaltungskennzeichnung

Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, plant eine verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch einzuführen. Dafür wurde nun von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir ein Gesetzesentwurf vorgelegt, womit mit der Haltungskennzeichnung für Schweinefleisch der erste Schritt getan werden soll. Deutschland hat eines der weltweit strengsten Tierschutzgesetze. Dass Ferkel in Deutschland seit dem Jahr 2021 nur mehr unter Vollnarkose kastriert werden dürfen, macht die Ferkelzucht aufwendiger und auch teurer. Viele Ferkel, die in Deutschland gemästet und geschlachtet werden, kommen deshalb aus Ländern, mit weniger strengen Tierwohlgesetzen. Eine verpflichtende
Haltungskennzeichnung könnte der Unwissenheit vieler Verbraucherinnen und Verbraucher zugunsten des Tierwohls entgegenwirken. Durch Özdemirs Gesetzesentwurf würde es ermöglicht, dass Ferkel, die ohne Vollnarkose im Ausland kastriert werden, in Deutschland gemästet und geschlachtet werden und letztlich hier ihr Fleisch die höchste Haltungskennzeichnung erreicht. Die Herkunft der Ferkel ist nach Logik des Gesetzentwurfes nämlich das Land, in dem das Ferkel gemästet wurde und nicht das Land, in dem es geboren wurde und seine ersten Lebenstage verbrachte. Das dient weder einer vertrauenswürdigen Verbraucherinformation noch einer nachhaltigen Verbesserung von Tierwohl. Der Herkunftsort entspricht gerade bei der Ferkelzucht nicht immer dem Geburtsort, was Artur Auernhammer als größte Schwäche des Gesetzentwurfes identifiziert. Er appellierte daher in seiner Rede an Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir dringend notwendige Nachbesserungen vorzunehmen.

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